Aktuelles

Szenarien aus der Klimaforschung können Risikobewertung von Zentralbanken dienen

24.06.2020 - Stabilität ist das Kernziel von Zentralbanken. Um die Risiken aus der Destabilisierung des Klimas abzuschätzen, planen die großen Zentralbanken und Aufsichtsbehörden, Klimaszenarien zu verwenden, die von einem Forschungsteam unter der Leitung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung entwickelt wurden. Diese Szenarien werden in die Klimastresstests einfließen, die Zentralbanken wie die Bundesbank, die Bank of England oder die Banque de France für die von ihnen regulierten Finanzinstitute durchführen wollen. Die Arbeit wurde vom "Network of Central Banks and Supervisors for Greening the Financial System" (NGFS) in Auftrag gegeben, einer Gruppe von 66 Zentralbanken und Aufsichtsbehörden rund um den Globus, die das Ziel hat, ein Klima-Risikomanagement im Finanzsektor zu entwickeln.
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Berliner Konferenz zu Klima und Sicherheit gibt Startschuss für neue Risikoanalyse

23.06.2020 - Die Destabilisierung des Klimas erhöht die Risiken für Frieden und Sicherheit. Um diesen Risiken zu begegnen, suchen Forschende und politische Entscheidungsträgerinnen und -träger gemeinsam nach Lösungen. Die Berliner Konferenz zu Klima und Sicherheit (BCSC) ist der globale Treffpunkt für führende Persönlichkeiten aus Regierungen, internationalen Organisationen, der Wissenschaft, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft, um zu untersuchen, wie sich der Klimawandel auf Frieden und Sicherheit auswirkt - und welche Maßnahmen die internationale Gemeinschaft ergreifen kann, um den Risiken zu begegnen. Die hochrangig besetzte Veranstaltung, die Statements von mehr als 14 Außenministerien, Staatschefs und UN-Chefs beinhaltet, untersucht in diesem Jahr die nötigen Schritte, um die Welt nach der Corona-Pandemie für Klima- und Sicherheitsfragen zu sensibilisieren. Organisiert wird sie vom Auswärtigen Amt in Zusammenarbeit mit adelphi und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).
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Leibniz im Bundestag: Meet-a-Climate-Scientist

10.06.2020 – Die Politik hört die Wissenschaft – was unter Corona sehr deutlich wurde, hat die Leibnizgemeinschaft bereits seit einigen Jahren institutionalisiert. In der jährlichen Aktion „Leibniz im Bundestag“ boten in diesem Jahr 329 Forscherinnen und Forscher aus 67 Leibniz-Instituten ihre Themen den Volksvertreterinnen und –vertretern an. Aus dieser üppigen Speisekarte von gut 500 Angeboten konnten diese dann Themen wählen und Termine mit den Forschenden buchen. Das Thema Klima war auch in diesem Jahr wieder beliebt: 21 Themen haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Potsdam-Instituts angeboten, 14 Gespräche wurden mit PIK-Beteiligung geführt.
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Bundesregierung beruft erneut Wolfgang Lucht in Sachverständigenrat

10.06.2020 - Die Bundesregierung hat Wolfgang Lucht erneut in ihren Sachverständigenrat für Umweltfragen berufen. Lucht ist Ko-Leiter der Forschungsabteilung Erdsystem-Analyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und gehörte dem Rat bereits in den vergangenen vier Jahren an. Der siebenköpfige Rat hat erst vor wenigen Tagen sein hunderte Seiten starkes und nur alle vier Jahre erscheinendes und Gutachten an die Bundesministerin für Umwelt, Svenja Schulze, übergeben. Das Gremium aus Professorinnen und Professoren nimmt immer wieder kritisch Stellung zu aktuellen Fragen und berät damit die Regierung.
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Klima-Szenarien nutzbar machen: Online-Plattform für Entscheiderinnen und Entscheider startet

03.06.2020 - Damit Klimaszenarien für Entscheider und Entscheiderinnen nutzbar werden, hat ein internationales Forschungsteam eine umfassende interaktive Online-Plattform entwickelt. Sie ist die erste ihrer Art, die Werkzeuge zur Nutzung dieser Szenarien – von Klimafolgen bis hin zur Klimastabilisierung – einer breiteren Öffentlichkeit jenseits der Wissenschaft zur Verfügung stellt. Die Szenarien helfen Entscheiderinnen und Entscheidern in Politik und Unternehmen, Finanzmärkten und Gesellschaft, die Bedrohung durch die globale Erwärmung und Möglichkeiten zu ihrer Begrenzung besser einzuschätzen.
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Die Zukunft ernst nehmen – der entscheidende Faktor für Kooperation, um den Klimakollaps zu verhindern: Neue Studie

20.05.2020 - Wie sehr den Entscheidungsträgerinnen und -trägern die Zukunft und nicht nur die Gegenwart am Herzen liegt, ist ein entscheidender Faktor dafür, ob sie Maßnahmen zur Stabilisierung unseres Klimas ergreifen oder nicht. Ein anderer ist, wie schwerwiegend sie die Auswirkungen des Klimakollapses einschätzen. Ausschlaggebend ist jedoch die Zahl der Akteurinnen und Akteure - zum Beispiel die Zahl der relevanten Länder. Denn die Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und damit zur Verhinderung einer Krise müssen auf internationaler Ebene erfolgen. Das zeigt eine neue mathematische Studie: Je mehr Akteurinnen und Akteure, desto diffuser wird die Verantwortung. Die Studie kombiniert Spieltheorie und Lerndynamik, um zu untersuchen, welche Optionen für eine verstärkte politische Zusammenarbeit jetzt dringend empirisch untersucht werden sollten.
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Petersberger Dialog: Merkel-Rede zum Klima "eine wichtige Bekräftigung"

29.4.2020 - Diese Woche fand der Petersberger Klima-Dialog statt - wegen der Corona-Pandemie online statt wie sonst alljährlich in Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte in ihrer Rede, dass sie zur Stabilisierung unseres Klimas steht. "Das ist eine wichtige Bestätigung inmitten der weltweiten Gesundheits-Krise", erklärten die Direktoren des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK).
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Fünf Jahre nach dem Pariser Abkommen: Es klafft eine Lücke zwischen Versprechen und Umsetzung

29.04.2020 - Um die Hauptziele des Pariser Abkommens zu erreichen, ist eine deutliche Reduzierung der globalen Treibhausgasemissionen erforderlich, idealerweise um etwa 40-50% bis 2030. Die aktuelle Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen seitens der Nationalstaaten ist jedoch nach wie vor unzureichend und würde die Emissionen bis 2030 nur um etwa 5,5% reduzieren. Die vorliegende Studie, koordiniert von der PBL Netherlands Environmental Assessment Agency und der Universität Utrecht in Zusammenarbeit mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, wurde in Nature Communications veröffentlicht. Die Ergebnisse fließen auch in die globalen Bewertung des Pariser Abkommens ein, die über die nächsten drei Jahre hinweg stattfinden wird.
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G20 und das Klima: Edenhofer spricht auf dem Global Solutions Summit

23.04.2020 - Um die Verknüpfung von wirtschaftlichem und ökologischem Wohlstand voranzutreiben, versammelten sich führende Denkerinnen und Macher auf dem diesjährigen Global Solutions Summit. PIK-Direktor Ottmar Edenhofer legte in einer Rede dar, was die G20 - die größten Volkswirtschaften der Welt - tun können, um den Weg für den nächsten globalen Klimagipfel COP26 zu bereiten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie funktionierende globale Kohlenstoffmärkte sichergestellt werden können. Gunnar Luderer, ebenfalls vom Potsdam-Institut, nahm an einer Podiumsdiskussion über eine zirkuläre Kohlenstoffwirtschaft teil - genauer über Minderungsoptionen wie die Speicherung oder Wiederverwendung von CO2-Emissionen, oder die Nutzung von Biomasse und Kraftstoffen, die auf erneuerbaren Energien basieren.
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Globaler Kohleausstieg: Nutzen überwiegt Kosten

23.03.2020 - Mit mehr als einem Drittel der weltweiten Emissionen ist die Kohleverbrennung nicht nur die wichtigste Einzelquelle von CO2, sondern beeinträchtigt auch in erheblichem Maß die öffentliche Gesundheit und die biologische Vielfalt. Trotzdem ist der weltweite Ausstieg aus der Kohleverbrennung nach wie vor eines der dicksten politischen Bretter. Stichhaltige ökonomische Argumente, warum sich der Aufwand lohnt, liefern jetzt neue Computersimulationen eines internationalen Forschungsteams: Erstens zeigen sie, dass die Welt nicht unter der 2-Grad-Grenze bleiben kann, wenn wir weiterhin Kohle verbrennen. Zweitens überwiegen die Vorteile eines Ausstiegs aus der Kohleverbrennung die Kosten dafür deutlich. Drittens greifen die positiven Effekte eines Ausstiegs zumeist unmittelbar und direkt vor Ort – was die Umsetzung politisch attraktiv macht.
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Regionaler Atomkrieg wäre ein Risiko für die globale Ernährungssicherheit

16.03.2020 - Selbst ein begrenzter Atomkrieg könnte gefährliche Auswirkungen weit über die tödlich getroffene Region hinaus haben. Er würde zu einer globalen Abkühlung führen, welche die landwirtschaftliche Produktion in den wichtigsten Kornkammern der Welt – von den USA bis nach Europa, Russland und China – erheblich reduzieren würde. Die Auswirkungen auf die weltweite Ernährungssicherheit einschließlich der Reaktionen des grenzüberschreitenden Agrarhandels wurden jetzt zum ersten Mal von einem internationalen Wissenschaftsteam in einer auf Computersimulationen basierenden Studie aufgezeigt. Der plötzliche Temperaturrückgang würde zu einem in der Menschheitsgeschichte noch nie dagewesenen Schock im Ernährungssystem führen. Dies würde den gegenwärtigen, von fossilen Brennstoffen verursachten Klimawandel jedoch nicht aufheben – nach etwa einem Jahrzehnt der Abkühlung würde die globale Erwärmung wieder zunehmen.
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Rockström spricht im Auswärtigen Amt vor zentralasiatischen Ministern

29.02.2020 - Dem Klimawandel durch verstärkte regionale Zusammenarbeit begegnen - das ist das Ziel der jetzt vom Auswärtigen Amt gestarteten Initiative "Green Central Asia". Sie gründet auf der Überzeugung, dass Klimaschutz und Sicherheit zwei Seiten derselben Medaille sind. PIK-Direktor Johan Rockström sprach in seiner Rede über die Verwundbarkeit Zentralasiens und insbesondere Afghanistans gegenüber dem Klimawandel, sowie über die Bedeutung der Wissenschaft für die Vertiefung des Verständnisses von Klima.
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Potsdamer Klimarat: Fritz Reußwig als Experte berufen

25.02.2020 - Der PIK-Soziologe Fritz Reußwig ist in den neuen Potsdamer Klimarat berufen worden. In dem achtköpfigen Expertengremium wird er in der laufenden Wahlperiode für das Handlungsfeld „private Haushalte und Konsum“ verantwortlich sein. Der Potsdamer Klimarat hat als ehrenamtliches Gremium die Aufgabe, die Umsetzung des Masterplans Klimaschutz der brandenburgischen Landeshauptstadt zu begleiten, mögliche Zielkonflikte bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zu identifizieren und Impulse im gesellschaftlichen Diskurs zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu geben.
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Bundesbankexpertinnen und -experten diskutieren über Klimarisiken für die Finanzwirtschaft

13.02.2020 - Klimarisiken für die Finanzwirtschaft standen im Mittelpunkt eines gemeinsamen Workshops des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) mit Expertinnen und Experten der Deutschen Bundesbank. Sowohl die physischen Auswirkungen der globalen Erwärmung, zum Beispiel Extremwetterereignisse, als auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Transformation hin zu Netto-Null-CO2-Emissionen haben enorme Auswirkungen. Die Experten und Wissenschaftlerinnen diskutierten mögliche zukünftige Kooperationen, insbesondere beim Datenaustausch und bei der Modellierung von Computersimulationen.
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PIK erneut unter den weltbesten Klima-Denkfabriken

31.01.2020 - Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) gehörte auch im Jahr 2019 zu einflussreichsten Denkfabriken im Bereich Umweltpolitik. Das zeigt der diesjährige von der University of Pennsylvania veröffentlichte "Global Go To Think Tank Index Report". Das Ranking berücksichtigt mehr als 6.500 Einrichtungen weltweit.
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"Das Abschalten der Kraftwerke hätte man billiger haben können"

29.01.2020 - Rund ein Jahr nach dem Bericht der Kohlekommission hat das Bundeskabinett heute das Kohleausstiegsgesetz beschlossen. Bis 2038 soll Deutschland die Stromgewinnung aus Braun- und Steinkohle beenden, die 2019 noch 28 Prozent der Bruttostromerzeugung ausmachte. Die Braunkohle-Betreiber erhalten 4,35 Milliarden Euro Entschädigung, weitere Entschädigungen an die Steinkohle-Betreiber werden über Ausschreibungen ermittelt und verteilt. Zudem fließen 40 Milliarden Euro Strukturhilfen in die Kohleregionen. Dazu erklärt Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC):
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Klimakosten sind am geringsten, wenn die Erwärmung auf 2°C begrenzt wird

27.1.2020 - Die Klimakosten sind wahrscheinlich am geringsten, wenn die globale Erwärmung auf höchstens 2 Grad Celsius begrenzt wird. Das auf der Basis naturwissenschaftlicher Erkenntnisse politisch ausgehandelte Klimaziel des Paris-Abkommens ist also auch das wirtschaftlich sinnvolle, so zeigen jetzt Potsdamer Forschende in einer neuen Studie. Mit Hilfe von Computersimulationen mit einem Modell des US-Nobelpreisträgers William Nordhaus vergleichen sie Klimaschäden, etwa durch zunehmende Wetterextreme oder sinkende Arbeitsproduktivität, mit den Kosten der Verringerung des Treibhausgasausstoßes. Interessanterweise stellt sich heraus: Das kosteneffizienteste Niveau der globalen Erwärmung ist tatsächlich dasjenige, welches mehr als 190 Nationen als Pariser Klimaabkommen vereinbart haben. Bislang reichen die von den Staaten weltweit versprochenen CO2-Reduktionen jedoch nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen.
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Johan Rockström als eine Stimme der Wissenschaft auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos

21/01/2020 - Nach einem Jahr, in dem der Klimawandel Schlagzeilen machte, steht das Thema auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos in großen Lettern auf dem Programm. Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, ist einer der anwesenden Wissenschaftler, die der Stimme der Wissenschaft Gehör verschaffen.
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Gesellschaftliche Kippmechanismen können den Durchbruch zur Klimastabilisierung auslösen

21.01.2020 - Um die Erwärmung der Erde auf deutlich unter 2°C zu begrenzen, müssen die Gesellschaften weltweit bis spätestens 2050 ihre Treibhausgasemissionen auf Null reduziert haben. Dazu ist eine tiefgreifende globale Transformation der heutigen Energie- und Landnutzungssysteme notwendig. Klimaneutralität bis Mitte des Jahrhunderts bedeutet, dass die Treibhausgasemissionen ab heute alle zehn Jahre halbiert werden müssen. Ein interdisziplinäres Forschungsteam hat jetzt geeignete gesellschaftliche „Kippmechanismen“ untersucht, welche in der Lage sein könnten, die hierfür notwendigen schnellen, dabei aber anschlussfähigen Veränderungen hin zu einer Klimastabilisierung auszulösen. In der US-Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) hat das Forschungsteam insgesamt sechs sozio-ökonomische Kippelemente und damit verbundene gesellschaftliche Interventionen ausgemacht, durch welche ein Übergang zu einer tiefgreifenden globalen Dekarbonisierung mit der notwendigen Geschwindigkeit auf den Weg gebracht werden könnte.
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Buschbrände: "Was jetzt im Südosten Australiens passiert, sprengt alle Rekorde"

10.01.2019 - Australien brennt. In einer Stellungnahme erklärt Kirsten Thonicke, Expertin für Feuerökologie und für Wälder am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), was die Ursachen sind und wie die verheerenden Brände mit dem menschengemachten Klimawandel zusammen hängen.
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Künstliche Intelligenz: Anwendung von 'Deep Reinforcement Learning' für nachhaltige Entwicklung

Zum ersten Mal wurde eine spezielle Art des maschinellen Lernens genutzt, um neue Wege für eine nachhaltige Entwicklung zu finden. Bisher wurde das so genannte 'Deep Reinforcement Learning' vor allem dafür verwendet, um Computer in bestimmten Spielen, wie z.B. AlphaGo, gegenüber menschlichen Spielern überlegen zu machen oder Roboter durch unwegsames Gelände zu navigieren. Jetzt haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung ein mathematisches Gerüst entwickelt, das neu entwickelte Techniken des maschinellen Lernens mit klassischeren Analysen von Verläufen in Computersimulationen des globalen Klimasystems und der Weltwirtschaft kombiniert. Die Ergebnisse, die in der interdisziplinären Zeitschrift zu nichtlinearen Wissenschaft 'Chaos' veröffentlicht wurden, sind vielversprechend.
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Planetare Grenzen: Wechselwirkungen im Erdsystem verstärken menschgemachte Veränderungen

17.12.2019 - Veränderungen in verschiedenen Bereichen unseres Erdsystems summieren sich nicht einfach – sie können sich wechselseitig verstärken. Das Überschreiten der planetaren Belastungsgrenze in einem Bereich kann den vom Menschen verursachten Druck auf andere planetare Grenzen erhöhen. Zum ersten Mal hat ein internationales Forscherteam nun einige der planetaren Wechselwirkungen im Erdsystem beziffert. Biophysikalischen Interaktionen haben die direkten menschlichen Auswirkungen auf die neun planetaren Grenzen fast verdoppelt, vom Klimawandel bis zur Süßwassernutzung. Diese Erkenntnisse können jetzt für die Entwicklung von Politikmaßnahmen zur Sicherung der Lebensgrundlagen kommender Generationen genutzt werden.
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CO2-Preis vom Vermittlungsausschuss angehoben

16.12.2019 - Der Vermittlungsausschuss aus Bund und Ländern hat für das deutsche Klimapaket eine Anhebung des CO2-Preispfads beschlossen. Dazu Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC):
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Klimagipfel COP25: „Schwaches Ergebnis"

15.12.2019 - Der Weltklimagipfel COP25 in Madrid ist am vergangenen Wochenende mehrfach in die Verlängerung gegangen, um zu viel diskutierten Entscheidungen zu kommen. In einer gemeinsamen Stellungnahme kommentieren die beiden Direktoren des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung das Ergebnis: „Das ist ein Minimalkompromiss", sagt Erdsystemwissenschaftler Johan Rockström. Klimaökonom Ottmar Edenhofer ergänzt: „Das schwache Ergebnis der COP25 ist traurig, aber keine Überraschung. Es macht einmal mehr klar, dass der nächste Weltklimagipfel in Glasgow wirklich der Wendepunkt sein muss, als der er im Zeitplan des Pariser Abkommens von 2015 vorgesehen ist."
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Edenhofer: "Der europäische Green Deal ist ein mutiger Plan"

Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, hat am Mittwoch in Brüssel den europäischen Green Deal vorgestellt. An diesem Donnerstag wird der Europäische Rat darüber beraten und der Beschluss wird auf dem Weltklimagipfel COP25 in Madrid vorgestellt. Zu diesem Thema erklärte Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK): "Der europäische Green Deal ist ein mutiger Plan, dem nun konkrete Maßnahmen folgen müssen."
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Athen: Schellnhuber zum Mitglied der Platonischen Akademie ernannt

10/12/2019 - Das Wort „Akademie“ selbst kommt von der Bezeichnung des Bezirks „Academia“ im antiken Athen, in dem Platon seine Schüler bereits 400 v. Chr. versammelte. In der Tradition dieser Platonischen Akademie steht mehr als 2.000 Jahre später Griechenlands höchste wissenschaftliche Institution, die renommierte Akademie von Athen. Der emeritierte PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber wurde nun für seine herausragenden Leistungen in der Klimaforschung in diesen hochrangigen Ehrenkreis berufen.
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COP25: PIK-Expertise in Madrid

02.12.2019 - Rund 25.000 Delegierte aus aller Welt werden zur UN-Klimakonferenz COP25 vom 2. bis 13. Dezember im spanischen Madrid erwartet. "Wir stehen an einem kritischen Punkt in unseren gemeinsamen Bemühungen, die Risiken der globalen Erwärmung zu begrenzen", sagte UN-Generalsekretär António Guterres bei der Eröffnungsfeier der COP25 in der spanischen Hauptstadt. "Millionen Menschen auf der ganzen Welt - vor allem junge Menschen - fordern Entscheider aus allen Bereichen auf, mehr, viel mehr zu tun, um die Klimakrise zu bewältigen. Sie wissen, dass wir heute auf den richtigen Weg kommen müssen, und nicht erst morgen. Das bedeutet, dass jetzt wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen", betonte er in seiner Rede.
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Potsdam: Kira Vinke erhält Dissertationspreis für Arbeit zu Klimamigration

29/11/2019 – Als erste Politikwissenschaftlerin erhält Kira Vinke vom PIK den Nachwuchswissenschaftler-Preis der Stadt Potsdam. Der Preis wurde ihr für ihre mit summa cum laude bewertete Dissertation verliehen zum Thema „Unsettling Settlements: Cities, Migrants, Climate Change. Rural-Urban Climate Migration as Effective Adaption?“. Verliehen wurde ihr die Ehrung bei einer Festveranstaltung im Rahmen des Einsteintags der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften von Oberbürgermeister Mike Schubert.
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Auszeichnung für innovative Hochschullehre

29.11.2019 - Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist mit der Universität Potsdam und dem Hasso-Plattner-Institut (HPI) für eine gemeinsam entwickelte Lehrveranstaltung ausgezeichnet worden. Das Programm „Nachhaltige und kollaborative Entscheidungsfindung in Wirtschaft und Politik - Eine interdisziplinäre und simulationsbasierte Lehrveranstaltung“ wird in den kommenden beiden Jahren mit 30.000 Euro gefördert durch die Baden-Württemberg Stiftung und den Stifterverband. Mit den "Fellowships für Innovation und Hochschullehre" werden Ideen zur zukunftsorientierten Gestaltung und Optimierung der Hochschullehre prämiert.
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Kipp-Elemente: Zu riskant, um gegen sie zu wetten

28.11.2019 - Von den Eismassen Grönlands und der West-Antarktis über die Korallenriffe bis hin zum Amazonas-Regenwald - zahlreiche Kipp-Elemente des Erdsystems könnten schneller ausgelöst werden als gedacht, warnt eine Gruppe führender Wissenschaftler in einem Kommentar im hoch renommierten Fachjournal Nature. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass diese Ereignisse nicht nur wahrscheinlicher werden, sondern auch stärker miteinander verbunden sind als bisher angenommen; das könnte zu Dominoeffekten führen. Diese möglichen Kaskaden von Veränderungen sind ein zu großes Risiko für die Lebensgrundlagen vieler Menschen auf der ganzen Welt, argumentieren die Autoren - und rufen zu entschlossenem Handeln auf. Die Stabilität des Erdsystems sei in Gefahr.
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